Die Uruk-Warka Sammlung

Die Uruk-Warka-Sammlung der Universität Heidelberg lädt dazu ein, die Welt des alten Uruk anhand originaler Funde, aktueller Forschung und innovativer Vermittlungsformate zu entdecken. Als Dauerleihgabe des Deutschen Archäologischen Instituts beherbergt sie Fundstücke aus der einstigen Metropole Uruk, dem modernen Warka im heutigen Irak. Die Sammlung ist von hoher kulturgeschichtlicher Bedeutung und zählt zu den größten Sammlungen mesopotamischer Artefakte in Deutschland.

Über die Sammlung

Uruk ist jene bedeutende südmesopotamischen Stadt, die auch heute – so wie es bereits die Sumerer, die Babylonier und die Assyrer überlieferten – als Keimzelle der altorientalischen Hochkultur angesehen wird. Hier soll nicht nur der sagenhafte König Gilgameš residiert haben, sondern auch in frühester Zeit im Auftrag des Königs Enmerkar die Schrift erfunden worden sein. Die Uruk-Warka-Sammlung ist von hoher kulturgeschichtlicher Bedeutung und verfügt über – auch im internationalen Vergleich – einzigartige Exponate.

Die hier versammelten Funde stammen aus Ausgrabungen, die das Deutsche Archäologische Institut  in den 1950er und 60er Jahren durchgeführt hat. Sie vermitteln eine repräsentatives Bild der mehr als sechs Jahrtausende währenden Siedlungsgeschichte Uruks, die von der frühen Kupfersteinzeit im 6. Jt. v.u.Z. bis zur Sasanidenzeit im 4. Jh. u.Z. reicht. Zu den wissenschaftlich hoch bedeutenden Ausstellungsstücken zählen Skulpturen, Bauschmuck, Keramik, Siegel, Schmuck und vielfältige Kleinfunde, die in der longue durée das Leben der Stadt widerspiegeln. Mit etwa 3.000 bislang nur zum Teil erforschten Keilschriftdokumenten verfügt die Uruk-Warka-Sammlung zudem über ein einzigartiges Ensemble von Exponaten, das die mehr als dreitausendjährige Schriftgeschichte  des Alten Orients illustriert. Als spektakulär dürfen jene Exponate gelten, die die frühe städtische Hochkultur des 4. Jt. v. Chr. mit ihrer monumentalen Architektur und die Entstehung der frühesten Schriftzeugnisse der Menscheit dokumentieren.

Öffnungszeiten

Das Warten hat ein Ende: Nach langjähriger Schließung wird die Uruk-Warka-Sammlung ab dem 18. Oktober 2026 regelmäßig für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sein:

Sonntags 11 bis 15 Uhr
Montags 16 bis 20 Uhr

Darüber hinaus bieten wir Führungen sowie individuell abgestimmte Programme für Lehrveranstaltungen, Exkursionen und Studierendengruppen an.

Kontakt

uws@ori.uni-heidelberg.de

Blick in die Ausstellung

Die Uruk-Warka-Sammlung im Portrait

heiCOLLECTIONS: UWS im Potrait

Ansprechpartner

Kuratorin:

Kristina Sieckmeyer M.A.
Marstallstr. 6
69117 Heidelberg

kristina.sieckmeyer@ori.uni-heidelberg.de
06221/54-3090

Kristina Sieckmeyer

3 Minuten Wissenschaft: Wie lese ich Keilschrift?

3 Minuten Wissenschaft: Wie lese ich Keilschrift?

Einblick in die Uruk-Warka-Sammlung