„Uruk macht Schule“: Archäologie und Robotik im Dialog
Unter dem Motto „Uruk macht Schule“ verbindet die Uruk-Warka-Sammlung die Erforschung des kulturellen Erbes mit forschungsorientierter Bildungsarbeit an Schulen. In der aktuellen Saison der FIRST LEGO League arbeitet die Realschule Neckargemünd eng mit unserer Mitarbeiterin Kristina Sieckmeyer, Kuratorin der Uruk-Warka-Sammlung, zusammen und macht so das Thema Archäologie für Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar.
Den Auftakt bildete der Saison-Kick-off im November 2025 an der Realschule Neckargemünd. Im Rahmen des diesjährigen FLL-Mottos „UNEARTHED“ stellte Kristina Sieckmeyer Berufsfeld und Forschungsalltag der Archäologie vor und zeigte, wie sich Fragen nach der Erforschung und Bewahrung vergangener Kulturen mit technologischen Lösungen verbinden lassen.
Die Schülerinnen und Schüler entwickelten daraufhin erste Ideen, wie sich konkrete Probleme aus der Grabungspraxis mithilfe von Robotik und Sensorik bearbeiten könnten.
Im Januar 2026 besuchte die FLL-AG „Die Bausteinklemmer NGD“ dann die Uruk-warka-Sammlung und arbeitete dort weiter an ihren Prototypen. Bei diesem Termin erhielten die Jugendlichen fachliches Feedback zu ihren Lösungsansätzen und konnten zugleich originale Artefakte aus Uruk aus nächster Nähe kennenlernen, darunter über 5000 Jahre alte Keilschrifttafeln. Die Verknüpfung von realen Objekten der Uruk-Warka-Sammlung mit eigenen technischen Projekten machte besonders deutlich, wie eng Fragen der Dokumentation, Sicherung und Vermittlung von Kulturerbe mit aktueller Forschung und digitaler Technik verbunden sind.
Höhepunkt der Zusammenarbeit war die Teilnahme der „Bausteinklemmer NGD“ an der FIRST LEGO League Challenge in Mosbach am 23. Januar 2026. Dort präsentierte das Team seinen Forschungsauftrag zu engen und gefährlichen Grabungssituationen sowie einen eigens entwickelten Prototyp, der auf dieser Problemstellung aufbaut, und erzielte im Robot Game einen dritten Platz.
Diese Kooperation zeigt beispielhaft, wie das HCCH seine sammlungsbezogene Forschung mit innovativen Vermittlungsformaten verbinden und junge Menschen frühzeitig für Fragen des kulturellen Erbes sensibilisieren kann.


