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Pia Schlechter M.A.

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Jüdisches Welterbe“

Pia Schlechter, M.A.
Marstallstraße 6, Raum 313
69117 Heidelberg

Telefon +49-6221-54-7861
pia.schlechter@hcch.uni-heidelberg.de

Portraitfoto von Pia Schlechter

Zur Person

Pia Schlechter ist Akademische Mitarbeiterin am HCCH und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ignatz Bubis Lehrstuhl für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums an der Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) Heidelberg im DFG-Projekt „Jüdisches Welterbe – lokales jüdisches Erbe in Deutschland: Bedeutungsverschiebungen, Inwertsetzungen und Transformationsperspektiven“, geleitet von Prof. Dr. Thomas Schmitt und Prof. Dr. Johannes Heil (HfJS). 

Pia Schlechter hat Visuelle und Materielle Kultur (bzw. Kunst und Medien sowie Textil) sowie Philosophie im Bachelor und Kulturanalysen im Master an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie der Nikolaus Kopernikus Universität in Toruń, Polen studiert. Im Studium hat sie in verschiedenen Bereichen als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft und als Tutorin gearbeitet. Zuletzt war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum für interdisziplinäre Frauen und Geschlechterforschung (ZFG) der Uni Oldenburg und hat dort u.a. internationale Veranstaltungen mitorganisiert, u.a. in Kooperation mit südafrikanischen, indischen und marokkanischen Universitäten – vor allem zu transnationalen und post- bzw. dekolonialen Feminismen. Neben den Gender Studies hat Pia Schlechter auch in der Materiellen Kultur und der Philosophie unterrichtet und war zwischenzeitlich im Museum Bessarabiendeutsches Haus in Stuttgart tätig, wo es um Geschichten und Objekte um Flucht und Vertreibung von Bessarabiendeutschen Umsiedler*innen während des Zweiten Weltkrieges ging. Durch eine langjährige Teilselbstständigkeit mit dem Verkauf von selbstgenähten und -gezeichneten Dingen und dem Erstellen von Homepages und (Lehr-)Videos hat sie auch gestalterisch-praktische Erfahrungen.

In der bald abgeschlossenen Promotion im Bereich der Materiellen Kultur (Uni Oldenburg, Erstprüferin: Prof. Dr. Karen Ellwanger, Zweitprüferin: Prof. Dr. Barbara Paul) an der Schnittstelle zu Medienwissenschaften und Public History bzw. Critical Heritage Studies hat sich Pia Schlechter mit Diskursivierungen von Selfies in Erinnerungsorten an den Holocaust bzw. an die Shoah auseinandergesetzt. Mit der Grundlage der feministischen Epistemologie, dem Forschungsstil der Reflektiven Grounded Theory und diskursanalytischen, auto_ethnografischen, aber auch deskriptiv-statischen Ansätzen hat sie die Verhandlungen der Un_Angemessenheit von solchen Selfies beforscht - also wie intersektional verschieden positionierte Personen (z.B. junge, weibliche, queere oder jüdische Personen) angemessen oder unangemessen, bzw. ‚richtig‘ erinnern ‚dürfen‘, also welche hegemoniale Erinnerungsnormen es gibt. Außerdem geht es um die Potentiale durch Soziale Medien bzw. Digitalisierung, z.B. inwiefern dadurch mehr Partizipation bzw. eine Pluralisierung von Erinnerungskultur möglich sein kann.