Vorlesungsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Bitte beachten Sie, dass auf dieser Seite ausschließlich die Veranstaltungen aufgeführt sind, die von den Mitarbeiter*innen des HCCH angeboten werden. Weitere Veranstaltungen finden Sie in heiCO. Aufgrund der Struktur des Studiengangs ist es nicht möglich, alle anrechenbaren Veranstaltungen abzubilden. Unsere Studiengangskoordination berät Sie gerne bei der Auswahl geeigneter Veranstaltungen. Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erfolgt immer via heiCO, wenn eine Voranmeldung via Email gewünscht ist, wird dies im KVV vermerkt. 

zu heiCO

Anmeldefristen

Tabelle

Sommersemester Wintersemester 
Sommersemester Wintersemester 
Anmeldung zu Lehrveranstaltungen
08.03. - 04.04.
Anmeldung zu Lehrveranstaltungen
14.09. - 09.10.
Abmeldung von Lehrveranstaltungen
bis 31.05.
Abmeldung von Lehrveranstaltungen
bis 22.11.
Anmeldung von Prüfungen
19.04. - 16.05.
Anmeldung zu Prüfungen
19.10. - 15.11.
Abmeldung von Prüfungen
bis 23.05.
Abmeldung von Prüfungen
bis 22.11.

Anmeldung zu Lehrveranstaltungen

Die An- und Abmeldung von Lehrveranstaltungen ist in heiCO vorzunehmen, ebenso ist in heiCO die verbindliche Prüfungsanmeldung für alle Arten von Lehrveranstatungen vorzunehmen, da die Leistung sonst nicht im System erfasst wird.

Bitte beachten Sie:

  • dass Sie sich bei Lehrveranstaltungen anderer Institute zur Teilnahme an die entsprechenden Dozent*innen wenden müssen
  • dass die Anmeldefristen von externen Veranstaltungen von denen des HCCH abweichen können!

Wintersemester 2026/2027

BASISMODUL I

Regionale Exkursion zu Themen der Heritage Studies (einschl. Denkmalpflege, Stadtgeschichte, Stättenmanagement, Museumspraxis, Erinnerungsarbeit): München, Bayern (April 2027, Prof. Dr. Thomas Schmitt, Chiara Montebello M.A.)

Termin: Vorbereitungstag im Februar 2027; Zeitpunkt der Exkursion  voraussichtl. 05.04 – 11.04.2027. Weitere Informationen zur Anmeldefrist folgen in Kürze.

Die Exkursion hat das Ziel, unterschiedliche Themengebiete und Fragestellungen, die für den Studiengang relevant sind, aufzugreifen, durch Exkursionen in die "Wirklichkeit", in die Praxis des Kulturerbeschutzes (im weiteren Sinne) und der Kulturerbe-Vermittlung. Dadurch werden Inhalte der Grundvorlesungen und Seminare exemplarisch veranschaulicht und vertieft. Eine Exkursion kann auch Anregungen für studentische Forschungen und die Berufsorientierung geben. Wie anhand des Titels ersichtlich, ist die Exkursion nicht monothematisch aufgebaut, sondern greift verschiedene Themen des Studiengangs auf. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Formaten: Fußexkursionen und gemeinsame Erkundungen sowie Gespräche und Ortstermine mit ausgewiesenen Fachleuten etwa der Denkmalpflege oder der Museumspraxis.

Die diesjährige Exkursion soll nach München und weitere Städte Bayerns (voraussichtl. Nürnberg und Regensburg) führen. Folgende Themen sind bisher vorgesehen (unverbindlich):

  • Fußexkursionen zur Stadtbaugeschichte Münchens und Nürnbergs
  • Aktuelle Themen der Landesdenkmalpflege in Bayern 
  • Orte des Nationalsozialismus und der Erinnerungsarbeit in München und Nürnberg
  • Welterbemanagement in der Stadt Regensburg
  • Ausgewählte Museen und Sammlungen in München und Nürnberg: Geschichte – kuratorische Konzepte - Angebote 

Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen: Teilnahme (an der Exkursion sowie dem Vorbereitungstag), Vorbereitung, Mitarbeit, (Gruppen-)Protokoll.

Zuordnung: BM1 Ex (5 LP), Prüfungsnummer 1130

BASISMODUL II

Vorlesung „Kulturelles Erbe. Eine Einführung (Teil 1): Grundlagen, Critical Heritage Studies und Denkmalpflege“

Termin: Mi. 11 - 13 Uhr c.t., Beginn: 14.10., Raum: HS 02, Neue Universität.

Welche Bedeutungen sind mit dem Begriff „Kulturelles Erbe“ verbunden, und warum soll kulturelles Erbe geschützt werden? Welche Schutzinstrumente stehen hierfür bereit, welche Institutionen, Praktiken und Konfliktfelder befinden sich mit ihm in einem Zusammenhang? Die Vorlesung führt in die Debatten ein, welche insbesondere seit dem 19. Jahrhundert um den Begriff des „Kulturerbes“ und um verwandte Konzepte wie dasjenige des „Denkmals“ geführt werden. Sie startet mit einer Übersicht zu sozial- und kulturwissenschaftlichen Zugriffen zu Kulturerbe einschließlich denen der Critical Heritage Studies und fragt anschließend nach tragfähigen Kulturerbegründungen. Dabei werden auch notwendige Verweise auf Grundlagenwissenschaften (Hermeneutik, Geschichtsphilosophie, Kunstwissenschaften) eingebaut. Nach der Vermittlung dieser Grundlagen wendet sich die Vorlesung in ihrem großen zweiten Teil mehreren Teilgebieten der Heritage Studies zu: (1) in einem kurzen Überblick den Instrumenten des Kulturgüterschutzes, (2) ausführlicher dem UNESCO-Welterberegime, exemplarisch für internationale Regime des Kulturerbeschutzes und schließlich im letzten, umfangreichen Teil (3) der wissenschaftlichen Denkmalpflege. Nach der Vermittlung von Grundbegriffen wird aufgezeigt, welche Debatten die Denkmalpflege seit ihrer Formierung im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart prägten.

Die Inhalte der Vorlesung werden als Grundlage für die weiteren Veranstaltungen des Masterstudiengangs „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ betrachtet; ihr Besuch wird für das erste Semester empfohlen. Im Folgesemester wird eine darauf aufbauende Vorlesung angeboten, welche die Felder „Museumswissenschaften und „Immaterielle Kulturerbe“ behandelt.

Zuordnung: BM2 V (2 LP), Prüfungsnummer 1210

Hauptseminar „Kulturelles Erbe in kultur-, sozial- und politikwissenschaftlichen Perspektiven"

Termin: Di. 16 - 18 Uhr, Beginn: 13.10., Raum: 413 (Marstallstraße 6) + 3 Blocktermine an Freitagen (siehe heiCO)

Das Hauptseminar beschäftigt sich im Rückgriff auf sozial-, kultur- und politikwissenschaftliche Perspektiven mit dem Themengebiet „Kulturelles Erbe“. Exemplarisch werden Themen aus unterschiedlichen Bereichen der Heritage Studies vertieft. Dazu zählen die Critical Heritage Studies, Forschung zu internationalen Erbe-Konventionen, Kulturgüterschutz, Denkmalpflege und Museumswissenschaften. Vollständigkeit kann kein Ziel eines solchen Formats sein, sondern eben exemplarische Vertiefung innerhalb des genannten Themenspektrums. Die studentischen Referate sollen in mehreren Blockterminen an Freitagen in der zweiten Hälfte der Vorlesungszeit gehalten und besprochen werden. In den Einführungssitzungen der ersten Vorlesungswochen (Dienstag, 16 bis 18 Uhr) erfolgt die Kurz-Vorstellung und Vergabe der Seminarthemen, sowie – je nach verfügbarer Zeit – die gemeinsame Besprechung von einführenden Texten zu den Heritage Studies und ihren Grundlagenwissenschaften. 

Sprache: Deutsch und Englisch. Studierende haben die Wahl, ob sie in deutscher oder englischer Sprache präsentieren und schreiben möchten.

Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen: Von den Teilnehmer:innen wird aktive Mitarbeit erwartet und zentral die Bearbeitung eines Seminarthemas. Dazu zählen Verfassen eines Exposés, das Aussuchen eines Impulstextes, eine Präsentation (ca. 20 Minuten) sowie das Verfassen einer Seminararbeit (ca. 20 Seiten).

Zuordnung: BM2 HS (8 LP), Prüfungsnummer 1220

Praxismodul

Exercise: „(Digital) Collection Management“ (Jun. Prof. Dr. Rahaf Orabi; Chiara Montebello M.A.)

Termin: Di. 11 - 13 Uhr + Workshop (15.01/16.01/18.01); Beginn: 13.10., Raum: HS 02 (Neue Universität) 

Within this course, students acquire fundamental knowledge of collection management, including digital collection management. Theoretical foundations are combined with practical exercises and case studies in order to provide students with a practice oriented insight into collection management. The aim is to offer a concise basis for future work in museums and collections. In this practice oriented course, students learn the basics of museum work directly through working with collection objects, from inventorying and object documentation to analogue and digital cataloguing and data management. In addition, students gain insights into further areas of collection work such as education and public outreach, and engage with legal and ethical aspects of collection management. A mandatory three-day workshop is an integral part of the course; participation is required in order to obtain the course credits (3 ECTS).The course is taught mainly in English.

Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen: Students are required to complete a written essay as a coursework assignment. 

Zuordnung: PM Ü1 (3 LP), Prüfungsnummer 1320

Exercise: „Digital Heritage: Digitization and Visualization of Cultural Heritage Assets“ (Jun. Prof. Dr. Rahaf Orabi)

Termin: Mo. 12 - 15:30 Uhr (zwei-wöchig), Beginn: 19.10., Raum: 413 (Marstallstraße 6)

Digital Cultural Heritage is a rapidly growing domain with multifaceted applications across archaeology, conservation, pedagogy, and interactive visualization. This introductory course explores state-of-the-art 3D digitization tools and strategies, emphasizing photogrammetry and structured light scanning. Furthermore, it outlines established modalities of interactive visualization, including WebGL implementations and immersive virtual reality environments. The course also develops practical skills in planning and executing data acquisition, data processing, analysis, and subsequent dissemination. Participants will use an array of industry-standard software ecosystems, notably RealityScan, Agisoft Metashape, Artec Studio, 3DHOP, ATON, and Twinmotion.  The student will gain hands-on experience in the complete digital pipeline from digitization to production, with an emphasis on digital storytelling. This course is designed for students who have no prior experience in Digital Cultural Heritage or the digitization of cultural heritage assets.

Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen: For the final assessment, students will conceptualize and submit a 3D project that employs one of the discussed digital tools to acquire, process, and produce interactive visualizations of an assortment of objects/sites. As part of this project, students must apply storytelling within an interactive visualization of their digitized models. Assessment will be based on an individual oral presentation of the project (15–20 minutes per student) and the quality of the data acquisition, the final 3D model, and the final interactive visualization.

Zuordnung: PM Ü2 (3 LP), Prüfungsnummer 1330

Exercise: „Advanced Digital Heritage Workshop“ (Jun. Prof. Dr. Rahaf Orabi)

Termin: 30.10./ 02.11/03.11 (Blockveranstaltung; weitere Informationen folgen)

This workshop is a hands-on exercise focused on the in-depth digital documentation of a cultural heritage site. Students will work with hybrid data acquisition methods, including terrestrial laser scanning and photogrammetry, to capture both accurate geometry and high-quality texture information. The workshop emphasizes the integration and handling of hybrid documentation techniques to create comprehensive digital records of heritage assets. In addition to performing the data acquisition, students will receive training in post-processing, data optimization, and the creation of technical deliverables. The workshop is designed for students with prior knowledge of digital documentation techniques, as it builds on existing skills and introduces advanced practices for data integration, optimization and visualization.

Zuordnung: Zusatzveranstaltung (anteilig).

VERTIEFUNGSMODUL

Einzelveranstaltung: „Career Day am HCCH: Perspektiven und Chancen nach dem Master“ (Chiara Montebello M.A.)

Termin: Freitag, den 23.10.2026 von 9 - 16:30 Uhr, Raum: HS 04 (Neue Universität)

Der Career Day des HCCH gibt Studierenden einen Einblick in verschiedene Berufsperspektiven im Bereich Cultural Heritage. In diesem Jahr stehen unter anderem die Arbeitsfelder Archive, Provenienzforschung, Museen und Denkmalpflege im Mittelpunkt. Referentinnen und Referenten aus diesen Bereichen berichten im Gespräch mit den Studierenden über ihren beruflichen Weg und ihren Arbeitsalltag. Das Programm wird rechtzeitig auf der Webseite des HCCH veröffentlicht. Eine Anmeldung über heiCO ist für alle Studierenden möglich. Die Teilnahme kann für HCCH-Studierende anteilig (1 LP) für den Kurs „Karriere-Planung/Drittmitteleinwerbung“ angerechnet werden

Zuordnung: VM Ku (2 LP), Prüfungsnummer 2150

ABSCHLUSSMODUL

Forschungskolloquium „Cultural Heritage/Heritage Studies“ (Prof. Dr. Thomas Schmitt)

Termin: Mo. 16 - 18 Uhr (c.t.); Raum: HS 03 (Neue Universität)

Das Forschungskolloquium bietet einen Rahmen für unterschiedliche Aktivitäten, welche überwiegend das Ziel haben, die Studierenden des Master-Studiengangs „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ an aktuelle Forschungs- und Praxisthemen der Heritage Studies heranzuführen. Hierzu zählt insbesondere die Vorstellung von geplanten Master- oder Promotionsarbeiten. Dadurch erhalten die Studierenden Einblicke in typische Herausforderungen bei der Vorbereitung und beim Abfassen einer Master-Arbeit oder Dissertationsschrift. Weitere mögliche Elemente des Kolloquiums sind, je nach Semester mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die Diskussionen mit externen Referent:innen aus Wissenschaft und Praxis, die Vorstellung von Forschungsmethoden oder gemeinsame Textdiskussionen. Neben dem Regeltermin können auch Zusatztermine in das Forschungskolloquium integriert werden (z. B. Halbtagesexkursionen und Ortstermine).  Einige Veranstaltungen im Rahmen des Kolloquiums dienen der grundlegenden wissenschaftlichen Orientierung von Studierenden (Tutorien, stadthistorische Exkursion Heidelberg, grundlegende Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden – Letzteres in der Regel im Sommersemester). 

Laut Modulhandbuch ist das Forschungskolloquium für das vierte Semester vorgesehen. Für die eigene Ausbildung wird jedoch nachdrücklich empfohlen, bereits ab dem ersten Semester freiwillig Veranstaltungen des Kolloquiums zu besuchen. Insgesamt sollten bis zum Ende des Studiums mindestens etwa vierzehn Kolloquiums-Termine (inklusive Sondertermine) wahrgenommen und in einer entsprechenden Liste dokumentiert werden. (Dokument im Download-Center des HCCH verfügbar.)

Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen: Teilnahme und Mitarbeit. Die Studierenden der Abschlusssemester stellen zudem einen Zwischen-Stand zu ihrer Master-Arbeit zur Diskussion vor (vgl. Prüfungsordnung). Hinweise zur Durchführung der Präsentationen finden sich im Gemeinsamen Orientierungsrahmen des Studiengangs für MA-Arbeiten.

Beginn: Der erste Termin wird allen Studierenden des MA-Studiengangs, deren E-Mail-Adresse uns vorliegt, per E-Mail mitgeteilt; Alle uns bekannten Studierenden des MA-Studiengangs werden über die Termine des Forschungskolloquiums regelmäßig informiert.

Anmeldung:  Zur Prüfung melden sich nur diejenigen Studierenden an, welche ihre MA-Arbeiten präsentieren.

Zuordnung: AM Koll (2 LP), Prüfungsnummer 1410

WAHLMODUL provenienz- und Fälschungsforschung 

Red. Hauptseminar „Provenienzforschung und Museumspraxis: Empirische Einblicke“ (Hagen Gersie M.A., Felix Brönner M.A.)

Einführungstermin: 16.10. von 11 - 13 Uhr, Raum: 413 (Marstallstraße 6) + weitere 6 Exkursionstermine 

Die Provenienzforschung befasst sich mit der Erforschung von Orts- und Besitzwechseln von kulturell bedeutsamen Objekten. Sie ist ein dynamisches, relativ neues Forschungsfeld, das öffentlich und akademisch thematisiert wird. Doch wie findet Provenienzforschung in der Praxis statt? Welche Strukturen und Bedingungen existieren? Wie wird die Provenienz von Objekten museal vermittelt? Um diese und weitere Fragen zu untersuchen, besuchen wir Museen und Bibliotheken der näheren und weiteren Umgebung, vom Raum Stuttgart bis nach Frankfurt. Bei den Ortsterminen geben uns verantwortliche Mitarbeiter:innen der jeweiligen Einrichtungen anhand konkreter Beispiele Einblicke in die Praxis der Provenienzforschung. Zugleich erhalten wir Einblicke in aktuelle Ausstellungsprojekte und/oder in andere Aspekte der Arbeit von Museen und Sammlungen. Wir empfehlen dringend, dieses Exkursionsseminar gemeinsam mit der Lektüreübung „Objekt und Kontext in der Provenienzforschung“ zu belegen. Beide Veranstaltungen sind eng aufeinander abgestimmt. 

Hinweis: Für Studierende des Studiengangs MA Cultural Heritage, die nicht an diesem Seminar teilnehmen, gibt es die Möglichkeit (je nach Kapazität) an einzelnen Ortsterminen ohne Leistungsnachweis teilzunehmen. Bezüglich der Anmeldung und Durchführung werden alle Studierende des Studiengangs innerhalb der ersten beiden Oktoberwochen per E-Mail informiert.

Zuordnung: WM 5c RedHS (6 LP), Prüfungsnummer 3310

Lektüreübung „Objekt und Kontext in der Provenienzforschung“ (Hagen Gersie M.A, Felix Brönner M.A)

Termin: Do. 12 - 14 Uhr, Beginn: 15.10., Raum: 413 (Marstallstraße 6)

Die Provenienzforschung befasst sich mit der Erforschung von Orts- und Besitzwechseln von kulturell bedeutsamen — in Ermangelung eines besseren Wortes — Objekten. Sie ist ein dynamisches, relativ neues Forschungsfeld, das öffentlich und akademisch thematisiert wird. In der Lektüreübung werden wir uns gemeinsam einen Überblick über die rechtlichen und finanziellen Strukturen, Forschungs- und sog. historischen Unrechtskontexte, die öffentliche und private Provenienzforschung sowie über die erinnerungskulturellen Auswirkungen der heute in Deutschland praktizierten Provenienzforschung verschaffen. Wir empfehlen dringend, diese Lektüreübung gemeinsam mit dem Exkursionsseminar “Provenienzforschung und Museumspraxis: Empirische Einblicke” zu belegen! Beide Veranstaltungen sind eng aufeinander abgestimmt.

Zuordnung: WM 5c Ü2 (3 LP), Prüfungsnummer 3330

WAHLMODUL Vermittlung und Präsentation

„Populäre Mythen? Die Vermittlung der Spätantike und der ‚Völkerwanderungszeit‘ in Fernsehdokumentationen und anderen Formaten für eine breitere Öffentlichkeit“  (Prof. Dr. Christian Witschel; ZAW)

Termin: Di. 11 - 13 Uhr c.t., Raum: 2040.04.405 (Marstallhof 4, 4.Obergeschoß)

Wichtiger Hinweis: Hierbei handelt es sich um den universitären Teil eines ‚Verschränkungsmoduls‘. Für Studierende des MA Ed. Geschichte verpflichtend ist daher der gleichzeitige Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung an der PH Heidelberg bei Dr. Irene Berti (Di. 8.15–9.45 Uhr). Für Studierende des MA Classics sowie des MA Cultural Heritage ist dies hingegen nicht erforderlich.

Die Epoche der Spätantike und insbesondere die Zeit der sog. ‚Völkerwanderung‘ vom 4. bis zum 6. Jh. n. Chr. sind die in der populären Wahrnehmung (falls überhaupt präsent) mit einer Reihe von Stereotypen befrachtet, beispielsweise mit demjenigen einer sich immer weiter verstärkenden ‚Dekadenz‘ oder einer nicht aufzuhaltenden Welle von Invasionen durch reichsfremde ‚Barbaren‘. Solche Vorstellungen sind zwar von der modernen Forschung zum großen Teil dekonstruiert worden, sie halten sich aber dennoch erstaunlich zäh und haben in jüngerer Zeit auch politische Diskussionen beeinflusst. Hierbei spielen Vermittlungsformate für eine breitere Öffentlichkeit wie TV-Dokumentationen oder Podcast, in denen sich diese Themen einer erheblichen Beliebtheit erfreuen, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Diese sollen in der Lehrveranstaltung kritisch analysiert und auf die Möglichkeit ihrer Verwendung im Schulunterricht untersucht werden [letzterer Aspekt wird in der zugehörigen Lehrveranstaltung von Frau Dr. Berti an der PH behandelt]. Einbezogen werden sollen dabei auch außerschulische Lernorte wie Museen. Thematisch werden wir mit ‚Germanen-Bildern‘ und deren Verwertung für Identitätskonstruktionen beginnen und den Bogen bis in das Frühmittelalter schlagen, wobei der Schwerpunkt auf der ‚Völkerwanderung‘ als einem besonders umstrittenen Konzept liegen wird.

Zuordnung: WM 5e Ü (5 LP), Prüfungsnummer 3520

Übung „Uruk macht Schule: MuseumsWerkstatt für kreative Museumsvermittlung" (Kristina Sieckmeyer M.A.)

Termin: Mi. 14 - 16 Uhr, Beginn: 14.10.; Raum: 413 (Marstallstraße 6)

Wie entsteht aus archäologischen Objekten ein spannendes Lernerlebnis? Wie lassen sich komplexe Inhalte verständlich, kreativ und zielgruppengerecht vermitteln? In dieser praxisorientierten Übung entwickeln die Studierenden museumspädagogische Angebote für die Uruk-Warka-Sammlung der Universität Heidelberg – mit einem besonderen Fokus auf schulische Vermittlungsformate. Aufbauend auf grundlegenden Konzepten der Museumspädagogik und der Vermittlung archäologischer Inhalte erarbeiten die Studierenden in Teams Konzepte für Schulworkshops unterschiedlicher Altersstufen und Schulformen. Ergänzend entstehen Materialien, die langfristig in der Sammlung eingesetzt werden können, darunter wiederverwendbare Informationskarten zu zentralen Themen sowie kreative und aktivierende Formate wie Ausmal-, Arbeits- und Entdeckermaterialien.

Die Veranstaltung verbindet theoretische Grundlagen mit projektorientierter Teamarbeit, Feedback- und Überarbeitungsphasen sowie Einblicken in die praktische Museumsarbeit. Ziel ist es, das Bildungsprogramm der Uruk-Warka-Sammlung nachhaltig weiterzuentwickeln und ein Portfolio an Workshops und Vermittlungsmaterialien zu schaffen, das künftig im Schulprogramm der Sammlung eingesetzt werden kann. Ausgewählte Konzepte werden im musealen Kontext erprobt und gemeinsam reflektiert. Vorkenntnisse in der Assyriologie oder Vorderasiatischen Archäologie sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung.

Zuordnung: WM 5e Ü (5 LP), Prüfungsnummer 3520

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